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Michael
Haydn 1737 - 1806
Biografie
Johann
Michael Haydn wurde vor allen Dingen durch seine Kirchenmusik bekannt,
stand jedoch immer im Schatten seines bis heute berühmteren, älteren Bruders
Franz Joseph.
Die Brüder stammen aus Niederösterreich, wo Michael fünf Jahre nach Franz
Joseph am 14. September 1737 in Rohrau geboren wurde. 1745 führte ihn
sein Weg nach Wien in das Kapellhaus von St. Stephan. Dort behauptete
er sich recht früh als Organist und aufgrund seiner schönen Stimme auch
bald als Solist.
Die nächste Station in Haydns musikalischer Laufbahn war eine Anstellung
als Kapellmeister beim Bischof von Großwardein, die er 1757 antrat und
bis 1762 innehatte. Ein Nachfolger für diese Position fand sich drei Jahre
später in Karl Ditters von Dittersdorf.
Salzburg sollte nun die Stadt werden, in der Haydn 1763 "Hofmusicus und
Concertmeister" wurde, und in der er, von einigen kürzeren Aufenthalten
andernorts abgesehen, bis zu seinem Tod blieb. Hier heiratete er 1768
die "Hofsingerin" Maria Magdalena Lipp, der als Künstlerin nicht nur W.
A. Mozart Wertschätzung entgegenbrachte und die in etlichen von Haydns
Kompositionen sang.
1777 wurde Haydn Organist an der Dreifaltigkeitskirche und übernahm 1781
das Amt des Hof- und Domorganisten von W. A. Mozart, welches er bis zu
seinem Tod behielt. Daneben gab Haydn Klavierunterricht im Kapellhaus.
Als 1800 die Franzosen über Österreich siegten, befand sich Haydn, der
wie viele andere ausgeplündert worden war, in einer denkbar schwierigen
Lage, in welcher er von seinem Bruder Hilfe erhielt. Dieser unterstützte
ihn finanziell und durch die Vermittlung eines Kompositionsauftrages.
Für die Auftraggeberin, Kaiserin Maria Theresia, schrieb Haydn eine Messe
und zwei weitere Kompositionen, von denen das letzte ein Requiem war,
vor dessen Vollendung er nach längeren gesundheitlichen Problemen am 10.
August 1806 in Salzburg starb.
Die
Rupertimesse
In gleicher
Besetzung wie die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart findet die
Ruperti- oder Jubiläumsmesse ihren Platz im Schaffen des Michael
Haydn an oberster Stelle, da sie zwar der Gattung der Missa Brevis zuzuordnen
ist, aber auskomponierte Teile und Fugen hat.
Der damalige Salzburger Erzbischof Coloredo forderte von seinen Musikern,
kleinere Messen, da er die eigentliche Messe wieder in den Vordergrund
stellen wollte.
Darunter litt schon Mozart. Ausufernde Längen waren strengstens untersagt.
Aus der Biographie von Mozart wissen wir, dass man Colooredo nicht gerade
als Kunst- und Musikfreund kannte. Mozart selbst kündigte ihm seinen
Dienst auf und versuchte sein Glück als freie Künstler in Wien.
Nach der Uraufführung in Salzburg ging diese Messe leider verloren.
Das
Projekt
Erst im
Jahre 1989 fand Konrad Jäger Teile der Messe in der Münchner
Staatsbibliothek, schrieb sie mit der Hand ab und setzte sie zusammen.
Er führte sie im gleichen Jahr mit seinem Kirchenchor auf.
Einige Jahre später hat er sie dann verlegt.
Wir haben
es uns nun zur Aufgabe gesetzt, diese Messe erneut aufzuführen. Das
Projekt besteht aus Sängern der Stimmbande aus Simbach, Mixed Voices
aus Geretsried und einer Chorvereinigung aus München.
Unterstützt wird das ganze von einem Orchester und Solisten, deren
Zusammensetzung zum derzeitien Zeitpunkt noch nicht bekannt ist.
Aufführungstermin wird der Mai 2001 sein. Als Aufführungsorte
sind München, Geretsried und SImbach vorgesehen. Auch ein CD-Mittschnitt
ist geplant.
Weiter
Infos werden wir an dieser Stelle veröffentlichen.
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